|
Intel Core2Duo E8600
übertakten (Overclocking Anleitung)
|
|
Hersteller: |
INTEL |
|
|
Rubrik: |
Prozessor |
|
Testzeit: |
9 Tage |
|
Getestet am: |
Oktober 2008 |
|
Preis: |
229,- Euro |
Im letzten Jahr haben wir
uns viel mit dem Thema Core2Duo und Overclocking befasst. Die von uns
veröffentlichten Anleitungen sind sehr beliebt und täglich erreichten
uns neue Anfragen zu diesem Thema. Natürlich setzen wir auch 2008 unsere
Leidenschaft fort und befassen uns auch mit der neuen "Wolfdale"
Serie von Intel. Da dieses Jahr mehrere FSB 333 Prozessoren in 45nm
Fertigung erschienen sind, kann man zwar die älteren Anleitungen als
Vorlage verwenden, muss jedoch die Volt Einstellungen ignorieren, da der "Wolfdale"
deutlich weniger Spannung benötigt. In der heutigen Anleitung zeigen wir
euch, wie wir einen Core2Duo E8600 C0 übertaktet haben.

Welcher Prozessor?
Derzeit gibt es in der
E8000 Serie 3 Modelle, die sich für ein ordentliches Overclocking
Projekt lohnen würden: E8400, E8500 und E8600.
Hier stimmt die Preis/Leistung und ihre Overclocking Eigenschaften sind
ebenfalls vorprogrammiert. Der Grund dafür ist der Multiplikator und FSB
Reserven bis weit über 500 MHz. Prozessoren
mit einem Multi von x9 und x10 eigenen sich am besten zum
Übertakten. Warum? Weil man da nicht so schnell an seine Grenzen stößt.
Ein Beispiel: Euer Board schafft einen FSB von 500 MHz stabil. Wenn ihr
das mit einem Multi von x8 rechnet, dann kommt ihr auf ein mögliches
Maximum von 4000 MHz Chiptakt. Bei x9 sind es 4500 MHz. Wäre der Multi
nur mal 6 oder x7, dann wären es maximal 3000 MHz oder 3500 MHz.
Deswegen eignen sich
Prozessoren der aktuellen Serie E8000 gut dafür. Diese kosten zwischen 162,- und 220,- Euro und alle haben einen Multi von x8
oder x10. An der unteren Tabelle sieht man schon, worauf wir hinaus
wollen. Der Sinn von diesem komplizierten Verfahren ist, eine 230,- Euro
CPU auf das Niveau eines 800,- Euro Prozessors zu bringen. Und das geht
nur, wenn man diesen ordentlich übertakten kann.
|
Modell |
Stepping |
Bezeichnung |
Multi |
FSB |
Chiptakt |
Takt bei 500 FSB |
|
E8200 |
C0 |
Wolfdale |
x8 |
333 MHz |
2664 MHz |
4000 MHz |
|
E8300 |
C0 |
Wolfdale |
x8,5 |
333 MHz |
2830 MHz |
4250 MHz |
|
E8400 |
C0/E0 |
Wolfdale |
x9 |
333 MHz |
3000 MHz |
4500 MHz |
|
E8500 |
C0/E0 |
Wolfdale |
x9.5 |
333 MHz |
3166 MHz |
4750 MHz |
|
E8600 |
E0 |
Wolfdale |
x10 |
333 MHz |
3330 MHz |
5000 MHz |
Oben in der Tabelle seht
ihr die Prozessoren, die dafür in Frage kommen würden. Das sind gar
nicht so wenige. Schon vor dem Kauf hat man eine Menge zu bedenken, noch
bevor man überhaupt einen Euro ausgegeben hat. Nicht nur der Preis
und Multiplikator, sondern auch das Stepping spielen eine große Rolle. Davon
hängt die Übertaktbarkeit eures Prozessors ab. Bei den "Wolfdale"
Modellen ist das relativ einfach, da alle Modelle bis jetzt die Stepping
C0 hatten. Bei älteren Modellen ist das schon anders. Der E8600 hat die
Stepping E0 und auch neuere Modelle von E8400 und E8500 erscheinen
gerade im E0 Stepping.
Was ist FSB?
Der Front Side
Bus ist die "Schnittstelle" zwischen dem Prozessor und der
Northbridge. Beim Core2Duo oder Core2Quad ist der FSB im Quadruple Data
Verfahren. Das ist die vierfache Datenrate. Dabei werden vier
Datenpakete pro Taktsignal übertragen. Das bedeutet, dass ein E8400 mit
333 MHz FSB auf einen Systemtakt von 1333 MHz kommt. Dieser wird
fälschlicherweise oft als 1333 FSB angegeben.
Bei älteren Modellen wie
Athlon XP auf Sockel A Basis war es im Doublepumped Verfahren. Das ist
die doppelte Datenrate und überträgt zwei Datenpakete pro Taktsignal.
Was ist ein
Multiplikator?
Der Wert des
Multiplikators bestimmt wie hoch ein Prozessor getaktet wird. Dieser
kann bei Core2Duo Prozessoren in der Regel nur nach Unten verstellt
werden. Dies geschieht im Bios des Motherboards, früher über Jumper auf
dem Board. Spezielle Modelle wie der Core2Extreme QX6850 und
Core2Extreme QX6850 erlauben auch einen frei wählbaren Multi. Der FSB und der Multiplikator
ergeben dann den Chiptakt. Beispiel: FSB 333 MHz x Multiplikator x9.5
ergibt einen Chiptakt von 3133 MHz, also ein E8500.
Was ist ein FSB:DDR
Teiler?
Der FSB:DDR Teiler ist im
Bios des Mainboard eingebaut. Dieser Teiler ermöglicht es, das
Verhältnis zwischen System und Speichertakt zu verändern. Ein leichtes
Beispiel: Ihr erhöht den FSB von 266 MHz auf 400 MHz. Da dies den ganzen
Systemtakt betrifft, steigt dadurch auch der Speichertakt. Bei aktuellen
Systemen wäre es ein Speichertakt von Beispiel 1200 MHz. Wenn man aber
nur DDR-2 mit 800 MHz verwendet, dann hat man ein Problem. Das System
bootet nicht oder ist nur unstabil zu betreiben. Dafür gibt es die
Teiler. Damit kann man den Speichertakt drosseln, ohne dass man
dafür spezielle Einstellungen verwenden muss. Man ändert das Verhältnis
des Systemtaktes zum Speichertakt.
Was ist VCore?
Die Vcore, oder auch Core
Voltage genannt, ist die Kernspannung. Diese Betriebsspannung wird vom
Hersteller festgelegt. Sobald man den Prozessor aber übertaktet, also
ihn schneller betreibt, als es vom Hersteller eingestellt wurde, wird
die Anzahl der Stromdifferenzen höher, was zu einer Instabilität führt.
Um diesen Einbruch zu vermeiden, muss die Spannung erhöht werden. Dafür
die Einstellung im Bios. Ab einer bestimmten Prozessortakt Erhöhung muss
auch die Spannung erhöht werden.
Was ist VDimm?
Ist dasselbe wie die VCore,
nur für den Hauptspeicher. In der Regel arbeiten DDR-2 Ram mit 1,85 Volt
und DDR-3 Ram mit 1,6 Volt. Um einen höheren Takt oder niedrigere
Latenzen verwenden zu können, muss ebenfalls die Spannung erhöht werden.
Beispiel OCZ 2 GB DDR2 PC2-6400 Reaper CL3 Edition, die eine Vdimm von
2,4 Volt benötigen, um mit diesen Einstellungen stabil betreiben zu
werden.
Was ist MCH und FSB
Voltage?
Die MCH Voltage ist die
Spannung für den Chipsatz. Auch diese muss ab einem bestimmten Takt
erhöht werden, da es ebenfalls zu einem Leistungseinbruch, sprich
Instabilität kommen kann. Bei manchen Boards muss diese mit der FSB
Voltage zusammen erhöht werden.
Beispiel der VTT und PLL Einstellungen <<
Loadline Kalibrierung:
Die Aufrechterhaltung ausreichender Spannung für die CPU ist von
entscheidender Bedeutung beim Übertakten. Die Loadline Kalibrierung
sorgt für eine stabile und optimale CPU-Spannung bei hoher Belastung.
Somit sind auch höhere Ergebnisse gewährleistet.
Wir machen nun weiter mit
der richtigen Wahl der Hardware.


|