Aus dem Hause Aeneon gibt
es wieder ein neues Speicherpaket, das Aeneon XTUNE DIMM DDR3 1600 MHz Kit. Aeneon ist eine eigenständige Marke,
wurde aber von Qimonda ins Leben
gerufen.
Qimonda ist kein unbeschriebenes Blatt auf dem Speicher Sektor. Ein
technologischer Durchbruch gelang Qimonda mit der Entwicklung der "Buried-Wordline-Technik",
die es ermöglicht, über Strukturgrößen von 30 Nanometern Chips mit
doppelt so hoher Speicherkapazität wie bisher mit der Trench-Technik zu
gewinnen. Neben einer erheblichen Senkung der Herstellungskosten
bedeutet dies auch einen deutlich geringeren Energieverbrauch von
Speicherchips.
Erst im April war man
wieder wegen den Verlusten und finanziellen Unabhängigkeit von Infineon
in den Schlagzeilen. Unserer Meinung nach sollte man sich wieder mehr auf die Arbeit konzentrieren
und mit den neuen Arbeitspeicher auf dem Markt kräftig mitmischen. Die
Firma hat auf jeden Fall Potential und mit den richtigen Produkten und
einer guten Vermarktung wird man es schaffen. Das Aeneon XTUNE DIMM DDR3 1600 MHz Kit ist ihr neuestes Werk und sollen
alle DDR-3 Freunde erfreuen.
Eigentlich hätte kaum
jemand noch DDR-3 Speicher eine Chance gegeben, aber die Preise sind in
den letzten Monaten deutlich gefallen und die einst so teuren Bundles
sind jetzt um mehr als ein Drittel billiger geworden. Nicht dass man sie
jetzt gratis bekommt, aber die Preise sind auf jeden Fall attraktiver.
Für das aktuelle Kit schlägt der Hersteller 223,- Euro vor, was für
1600 MHz Speicher nicht mehr so schlimm klingt. Im Vergleich zu DDR-2
ist das natürlich noch immer eine irre Summe, doch es wird besser.
Bei DDR-3 sind eigentlich
nur mehr die Modelle ab 1600 MHz interessant, da alles darunter von der
Performance her nicht berauschend ist. Derzeit gehen DDR-3 bis 2000
MHz, was schon von den meisten Herstellern angeboten wird. Natürlich braucht
man auch das passende Board dazu, wenn man die Speicher, ohne einen
Teiler zu verwenden, betreiben will. 1600 MHz klingen deswegen so
verlockend, weil man bei FSB 400, also 1600 MHz Systemtakt, die Speicher
synchron
ebenfalls mit 1600 MHz betreiben könnte. Von der Performance her
nicht uninteressant. Außerdem hat man keine Probleme mit den Teilern on
Board.
Leistungsmerkmale:
- 2x 1GB (2GB KIT)
Speichermodule
- Speichertakt bis
DDR3-1600 CL9 bei 1.5V (9-9-9-27)
- Datenübertragungsrate
bis zu 12800 Megabyte/s pro Modul
- EPP2.0 und XMP Profile
für erhöhte Performance
- 240-Pin Dual Inline
Memory Module (DIMM) mit Goldkontakten
- Hochleistungskühlkörper
zur Vermeidung von zu hohen Betriebstemperaturen
Die Speicher gibt es
derzeit nur in 2 GB Bundles. Wenn die Preise aber weiter so schnell
fallen, werden die ersten 4GB Kits nicht lange auf sich warten lassen.
Besonders schick sind die Heatspreader ausgefallen. Auch wenn DDR-3
bei 1.6 Volt nicht so warm werden, ist eine zusätzliche Kühlung gern gesehen.
Von den Spezifikationen
her stehen uns Latenzen von 9-9-9-27 bei Command Rate 2 zur Verfügung,
das bei einem Takt von 1600 MHz. Command Rate 1 gibt es mittlerweile bei
vielen Herstellern auch, meistens aber erst ab einer bestimmten Bios-
oder Board Version. Die Speicher laufen laut Hersteller mit 1,6 Volt,
wenn man den vollen Takt und die dazu passenden Latenzen ausreizen will. Niedrigere Latenzen
sind auch möglich, ebenso Command Rate 1, das aber nur bei einem
niedrigeren Speichertakt als 1600 MHz.
Kommen wir nun zum
Praxistest.
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